Welpenernährung – lecker, artgerecht, gesund

Welpenernährung
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Alles ist für den baldigen Einzug des kleinen Welpen bereit. Auch die Näpfe sind schon gekauft und warten darauf, mit leckerem Futter gefüllt zu werden. Doch was soll der Hundewelpe zu essen bekommen? Einfach im nächsten Supermarkt eine Dose oder einen Sack Trockenfutter zu kaufen, ist nicht unbedingt die beste Idee. Wir haben für Sie diesen kompakten Welpenernährungsratgeber erstellt, um auf die breite Futtermittelwahl aufmerksam zu machen.

Zudem wollen wir erklären, worauf dabei zu achten ist und welche wichtige Entscheidungen Sie bei der Ernährung Ihres Welpen zu treffen haben. Außerdem: Spannende Specials zum Thema „Kochen für Welpen„, „Getreide als Futtermittelzusatz“ sowie „Futtermittelallergien erkennen und behandeln„. Starten Sie bestens informiert in Ihr neues Leben – ein Leben mit Hund.

Kleine Futterkunde für Welpenbesitzer

Auf einer Verpackung mit Trockenfutter oder auf jeder Futterdose sind Angaben zur Zusammensetzung des jeweiligen Futtermittels zu finden. Neben dem Hinweis zum Anteil von Fleisch, tierischen Nebenerzeugnissen, Gemüse und manchmal Getreide weisen die Hersteller auch auf den Anteil von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und weiteren Nährstoffen hin. Die Angaben sind in Prozent angegeben und dienen unter anderem als ein wichtiger Hinweis, für welches Hundealter dieses Futtermittel geeignet ist.

Es lohnt sich daher, auf die im Hundefutter enthaltenen Nährstoffe einen prüfenden Blick zu werfen:

  • Proteine, oder Eiweiße: Proteine sind das Baumaterial des Körpers und versorgen ihn mit Energie, außerdem sind diese Nährstoffe für die Funktion des Immunsystems und des Stoffwechsels unabdingbar. Proteine werden mit der Nahrung aufgenommen und auch im Körper selbst synthetisiert. Vor allem Fleisch und Fisch liefern dem Organismus eines Welpen Proteine und Material für deren Synthese. Tierische Eiweiße werden außerdem von dem Körper leichter und schneller verwertet. Auf den Futterverpackungen ist häufig der Begriff „Rohprotein“ zu finden. Darunter sind alle eiweißähnliche Substanzen zusammengefasst: Aminosäuren, die Bausteine der Proteine, und Peptide, die sogenannten „kleinen Proteine“. In der intensiven Wachstumsphase brauchen Welpen viel Energie und bauen ihren Körper auf, daher ist ihr Proteinbedarf besonders hoch. Bis zu 30 Prozent Protein enthalten Welpenfuttermittel und das ist so in Ordnung.
  • Fette oder Fettsäuren: Ein weiterer wichtiger Energielieferant und, richtig dosiert, ein ordentlicher Booster. Fette machen die Futtermittel leicht verdaulich, vor allem ermöglichen sie die Aufnahme von zahlreichen fettlöslichen Vitaminen und erfüllen eine Menge wichtiger Funktionen im Körper. Fette sind in erster Linie in tierischen Erzeugnissen sowie in einigen Pflanzen enthalten. Oft wird Welpenfutter durch die Zugabe von Fisch- oder Leinöl mit gesunden einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3 oder Omega-6 Fettsäuren) angereichert. Der Begriff „Rohfett“ bezeichnet die Gesamtheit von allen Fettsäuren im jeweiligen Futtermittel. Anteil von Rohfett im Hundefutter liegt zwischen 8 und 13 Prozent.
  • Kohlenhydrate: Diese Nährstoffe versorgen ebenfalls den Körper mit Energie und sind ein unabdingbarer Bestandteil der Welpenernährung. Es sind vor allem Pflanzen, darunter Getreide, die Kohlenhydrate liefern.
  • Ballaststoffe: Selbst kaum verdaulich, gehören die Ballaststoffe zur artgerechten Nahrung. Sie fördern die Entstehung einer gesunden Darmflora und sind für die schnellere Einstellung des Sättigungsgefühls relevant. Nicht zufällig sind Diätfuttermittel reich an Ballaststoffen, die als „Rohfaser“ deklariert werden. Generell liegt der Anteil an Rohfaser in einem Futtermittel meist unter 4 Prozent.
  • Mineralien und Spurenelemente: Diese Substanzen sind in der Regel in einem Futtermittel in einer nur sehr geringen Dosierung enthalten und sind jedoch lebensnotwendig. Mineralien sind in pflanzlicher und tierischer Kost vorhanden. Hinweis: Welpen und Hunde überhaupt haben im Vergleich zum Menschen einen bis zu fünfmal höheren Bedarf an Zink und Jod. Jod ist unter anderem für die Schilddrüsenfunktion von Bedeutung, Zink – für das Immunsystem und eine elastische Haut. Diese Besonderheiten sollen bei der Zusammenstellung eines Ernährungsplans unbedingt berücksichtigt werden. Ein weiteres lebensnotwendiges Mineral, insbesondere in der Wachstumsphase, ist Calcium. Vor allem bei dem Aufbau der gesunden, starken Knochen spielt Calcium eine entscheidende Rolle. Den Anteil an Mineralien gibt der Begriff „Rohasche“ an: Bei der Futtermittelanalyse wird das entsprechende Futter bei ca. 500 Grad Celsius im Ofen verbrannt. Zurück bleiben die eben die feuerfesten Mineralien. Zwischen 3 und 5 Prozent Rohasche sind ausreichend.
  • Vitamine: Diese an sich sehr unterschiedliche Substanzen übernehmen im Organismus vielfältige Aufgaben. Manche Vitamine können von dem Körper selbst synthetisiert werden, andere entweder gar nicht oder in einem nur unzureichenden Maße – die letzteren werden als essentielle Vitamine bezeichnet. Weiterhin wird zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen unterschieden. Unter den wasserlöslichen Vitaminen, welche in der Regel im Körper kaum gespeichert werden können, befinden sich mehrere Vitamine der B-Gruppe, darunter Thiamin, Folsäure oder Riboflavin. Auch Vitamin C, eine äußerst effektive Antioxidans, gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Vitamine A, D, E und K können nur unter Beteiligung von Fettsäuren verwertet werden – das sind fettlösliche Vitamine. Würden wir auf die Bedeutung von einzelnen Vitaminen für die Welpenernährung eingehen wollen, würde es den Rahmen dieses Ratgebers sprengen. Wir weisen nur darauf hin, dass ein Welpe alle Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis bedarf. Nicht zufällig wird das Welpenfutter gezielt mit diversen Substanzen, darunter auch Vitaminen, angereichert.

Ist Welpenfutter sinnvoll?

Welpe wird gefüttert
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Im Handel finden Sie recht viele Welpenfuttermittel, sowohl Trocken- als auch Nassfutter (Feuchtfutter). Es stellt sich jedoch die Frage: Brauchen Welpen wirklich ein extra für sie zubereitetes Futter? Die Antwortet lautet eindeutig – ja, brauchen sie. Der Grund dafür ist einfach: Welpen wachsen und zwar ziemlich schnell. Sie benötigen daher ein Futter, das sie mit einem Maximum an Energie versorgt, dessen Calciumgehalt besonders hoch ist und das reich an Vitaminen ist.

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Ein ausgewachsener Hund, wenn er nicht als Jagd- oder zum Beispiel Hütehund eingesetzt wird, weist einen viel geringeren Bedarf an Proteinen und anderen Nährstoffen auf. Ein Senior-Hund braucht insgesamt noch weniger Nahrung, die auf jeden Fall leicht verdaulich seil sollte. Es wurde ausgerechnet, dass während ein Welpe rund 200 kcal pro Kilogramm Gewicht täglich benötigt, reichen einem ausgewachsenen Vierbeiner etwa 60-70 Prozent von dieser Menge und der Energiebedarf eines älteren Hundes auf höchstens ein Viertel von dem eines Welpen beträgt.

Tipp: Wussten Sie, dass Welpen unterschiedlich schnell wachsen? Am schnellsten wachsen Hundekinder kleiner Rassen wie Zwergpinscher oder Chi-hua-hua, denn bereits mit sechs Monaten haben sie 90 Prozent ihres Endgewichts erreicht. Riesenrassen, darunter Neufundländer oder Deutsche Dogge, werden erst mit etwa zwei Jahren erwachsen. Daher ist übrigens offensichtlich, dass sogar die Unterscheidung zwischen dem Welpenfutter für kleine, mittelgroße und sehr große Rassen durchaus sinnvoll ist.

Interessant: Die Welpen wachsen in zwei Etappen. Zunächst werden die Knochen aufgebaut, anschließend die Muskelmasse. Deswegen sehen manche „Teenies“ der großen Rassen nicht nur ungelenk, sondern auch etwas abgemagert aus. Um jedoch sicher zu gehen, dass sich Ihr Welpe wirklich gesund entwickelt und innerhalb der sogenannten „Wachstumskurve“ liegt, ist ab und an ein Besuch beim Tierarzt angesagt.




Summa summarum bleibt festzustellen, dass Welpenfutter Sinn macht. Dank einem speziell auf die Bedürfnisse eines Hundebabys ausgelegten Futter wird bereits in den ersten Monaten seines Lebens die Grundlage für eine gute Tiergesundheit gelegt.