Getreide: Gut oder schlecht für den Hund?

Getreide für Hunde
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In der letzten Zeit ist Getreide ziemlich in Verruf geraten, diesem Lebensmittel wird nachgesagt, für viele Futtermittelallergie verantwortlich und krebserregend zu sein. Darüber hinaus soll Getreide Entzündungen verursachen bzw. verschlimmern. Sich getreidefrei zu ernähren, ist Trend. Auch getreidefreie Futtermittel sind immer häufiger im Handel zu finden. Ist eine Ernährung ohne Getreide wirklich so gesund? Wir gehen dieser häufig gestellten Frage nach.

In unserem Special zu den Futtermittelallergien haben wir das Getreide bereits als ein Allergen erwähnt. Zwar werden von dem Getreide weniger Allergien hervorgerufen als zum Beispiel vom Hühnerfleisch, jedoch leiden nicht nur Menschen, sondern auch manche Tiere an der Glutenunverträglichkeit und dürfen gar kein Getreide verzehren. Problematisch ist es außerdem, dass Getreide bislang in fast jedem Welpen- und Hundefutter enthalten war. Mehr noch, manche schlauen Hersteller nutzten – und nutzen weiterhin – Getreide als Magenfüller, um preiswertes Futter zu produzieren. Solche Sattmacher können bis zu 60 Prozent aus Getreide bestehen und liefern dem Organismus Kohlenhydrate in Übermaß, dafür aber wenig leicht verwertbare tierische Proteine und kaum gesunde ungesättigte Fettsäuren. Bei der Versorgung mit einem Billigprodukt läuft ein Hundewelpe Gefahr, eine Allergie zu entwickeln.

Was stimmt wirklich?

Zwei andere Vorurteile sind indes aus dem Weg zu räumen:

Getreide ist weder krebserregend noch sorgt es für Entzündungen. Zwar können Krebskranke nur eingeschränkt Kohlenhydrate verwerten, jedoch ist daraus keineswegs zu folgern, dass Getreide Tumore verursacht. Und nur bei Menschen und Tieren mit Glutenunverträglichkeit kann der Verzehr von Getreide zu schwer heilbaren Entzündungen führen.

Tipp: Wenn Sie auf eine getreidefreie Ernährung umstellen möchten, achten Sie bitte beim Kauf auf die deklarierten Stoffe. Werden statt Getreide Kartoffelmehl oder Flocken eingesetzt, nützt die Umstellung nur wenig, der kleine Welpe bekommt wiederum eine zu große Portion Kohlenhydrate verabreicht.

Interessant, dass während der Organismus von Wölfen die Stärke nicht aufschließen kann, wurden entsprechende Enzyme im Körper der Haushunde nachgewiesen. Außerdem wird durch das Kochen die schwer verdauliche Stärke gespalten.

Alles in allem ist das Meiden von Getreide nicht unbedingt sinnvoll, falls keine Allergie auf dieses Nahrungsmittel bekannt ist. Worauf Sie aber zu achten haben, ist dem Kleinen von Anfang an nur hochwertiges Futter anzubieten. In diesem ist auf jeden Fall nur wenig Getreide enthalten und das ist auch gut so.

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