Welpenfutter muss Wachstum, Verträglichkeit und Alltag zusammenbringen. Ob Trockenfutter, Nassfutter oder Umstellung: Die direkte Antwort steht oben, der umfassende Futterratgeber darunter.
Direkte Antwort: Geeignet ist ein hochwertiges Welpenfutter, das zu Alter, Größe, Aktivität und erwarteter Endgröße passt. Wichtig sind gleichmäßiges Wachstum, gute Verträglichkeit und langsame Futterwechsel.
Ausführlicher Ratgeber
Welpenernährung – lecker, artgerecht, gesund

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Kleine Futterkunde für Welpenbesitzer
Auf einer Verpackung mit Trockenfutter oder auf jeder Futterdose sind Angaben zur Zusammensetzung des jeweiligen Futtermittels zu finden. Neben dem Hinweis zum Anteil von Fleisch, tierischen Nebenerzeugnissen, Gemüse und manchmal Getreide weisen die Hersteller auch auf den Anteil von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und weiteren Nährstoffen hin. Die Angaben sind in Prozent angegeben und dienen unter anderem als ein wichtiger Hinweis, für welches Hundealter dieses Futtermittel geeignet ist. Es lohnt sich daher, auf die im Hundefutter enthaltenen Nährstoffe einen prüfenden Blick zu werfen:- Proteine, oder Eiweiße: Proteine sind das Baumaterial des Körpers und versorgen ihn mit Energie, außerdem sind diese Nährstoffe für die Funktion des Immunsystems und des Stoffwechsels unabdingbar. Proteine werden mit der Nahrung aufgenommen und auch im Körper selbst synthetisiert. Vor allem Fleisch und Fisch liefern dem Organismus eines Welpen Proteine und Material für deren Synthese. Tierische Eiweiße werden außerdem von dem Körper leichter und schneller verwertet. Auf den Futterverpackungen ist häufig der Begriff „Rohprotein“ zu finden. Darunter sind alle eiweißähnliche Substanzen zusammengefasst: Aminosäuren, die Bausteine der Proteine, und Peptide, die sogenannten „kleinen Proteine“. In der intensiven Wachstumsphase brauchen Welpen viel Energie und bauen ihren Körper auf, daher ist ihr Proteinbedarf besonders hoch. Bis zu 30 Prozent Protein enthalten Welpenfuttermittel und das ist so in Ordnung.
- Fette oder Fettsäuren: Ein weiterer wichtiger Energielieferant und, richtig dosiert, ein ordentlicher Booster. Fette machen die Futtermittel leicht verdaulich, vor allem ermöglichen sie die Aufnahme von zahlreichen fettlöslichen Vitaminen und erfüllen eine Menge wichtiger Funktionen im Körper. Fette sind in erster Linie in tierischen Erzeugnissen sowie in einigen Pflanzen enthalten. Oft wird Welpenfutter durch die Zugabe von Fisch- oder Leinöl mit gesunden einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3 oder Omega-6 Fettsäuren) angereichert. Der Begriff „Rohfett“ bezeichnet die Gesamtheit von allen Fettsäuren im jeweiligen Futtermittel. Anteil von Rohfett im Hundefutter liegt zwischen 8 und 13 Prozent.
- Kohlenhydrate: Diese Nährstoffe versorgen ebenfalls den Körper mit Energie und sind ein unabdingbarer Bestandteil der Welpenernährung. Es sind vor allem Pflanzen, darunter Getreide, die Kohlenhydrate liefern.
- Ballaststoffe: Selbst kaum verdaulich, gehören die Ballaststoffe zur artgerechten Nahrung. Sie fördern die Entstehung einer gesunden Darmflora und sind für die schnellere Einstellung des Sättigungsgefühls relevant. Nicht zufällig sind Diätfuttermittel reich an Ballaststoffen, die als „Rohfaser“ deklariert werden. Generell liegt der Anteil an Rohfaser in einem Futtermittel meist unter 4 Prozent.
- Mineralien und Spurenelemente: Diese Substanzen sind in der Regel in einem Futtermittel in einer nur sehr geringen Dosierung enthalten und sind jedoch lebensnotwendig. Mineralien sind in pflanzlicher und tierischer Kost vorhanden. Hinweis: Welpen und Hunde überhaupt haben im Vergleich zum Menschen einen bis zu fünfmal höheren Bedarf an Zink und Jod. Jod ist unter anderem für die Schilddrüsenfunktion von Bedeutung, Zink – für das Immunsystem und eine elastische Haut. Diese Besonderheiten sollen bei der Zusammenstellung eines Ernährungsplans unbedingt berücksichtigt werden. Ein weiteres lebensnotwendiges Mineral, insbesondere in der Wachstumsphase, ist Calcium. Vor allem bei dem Aufbau der gesunden, starken Knochen spielt Calcium eine entscheidende Rolle. Den Anteil an Mineralien gibt der Begriff „Rohasche“ an: Bei der Futtermittelanalyse wird das entsprechende Futter bei ca. 500 Grad Celsius im Ofen verbrannt. Zurück bleiben die eben die feuerfesten Mineralien. Zwischen 3 und 5 Prozent Rohasche sind ausreichend.
- Vitamine: Diese an sich sehr unterschiedliche Substanzen übernehmen im Organismus vielfältige Aufgaben. Manche Vitamine können von dem Körper selbst synthetisiert werden, andere entweder gar nicht oder in einem nur unzureichenden Maße – die letzteren werden als essentielle Vitamine bezeichnet. Weiterhin wird zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen unterschieden. Unter den wasserlöslichen Vitaminen, welche in der Regel im Körper kaum gespeichert werden können, befinden sich mehrere Vitamine der B-Gruppe, darunter Thiamin, Folsäure oder Riboflavin. Auch Vitamin C, eine äußerst effektive Antioxidans, gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Vitamine A, D, E und K können nur unter Beteiligung von Fettsäuren verwertet werden – das sind fettlösliche Vitamine. Würden wir auf die Bedeutung von einzelnen Vitaminen für die Welpenernährung eingehen wollen, würde es den Rahmen dieses Ratgebers sprengen. Wir weisen nur darauf hin, dass ein Welpe alle Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis bedarf. Nicht zufällig wird das Welpenfutter gezielt mit diversen Substanzen, darunter auch Vitaminen, angereichert.
Ist Welpenfutter sinnvoll?

Tipp: Wussten Sie, dass Welpen unterschiedlich schnell wachsen? Am schnellsten wachsen Hundekinder kleiner Rassen wie Zwergpinscher oder Chi-hua-hua, denn bereits mit sechs Monaten haben sie 90 Prozent ihres Endgewichts erreicht. Riesenrassen, darunter Neufundländer oder Deutsche Dogge, werden erst mit etwa zwei Jahren erwachsen. Daher ist übrigens offensichtlich, dass sogar die Unterscheidung zwischen dem Welpenfutter für kleine, mittelgroße und sehr große Rassen durchaus sinnvoll ist.
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Häufige Fragen kurz beantwortet
Warum steht oben eine kurze Antwort?
Direkte Antwort: Weil Nutzer und AI-Systeme schnelle Orientierung brauchen. Der ausführliche Ratgeber darunter liefert die Details, Beispiele und Hintergründe.
Soll ich nur die Kurzantwort lesen?
Direkte Antwort: Nein. Die Kurzantwort hilft beim Einstieg; für Entscheidungen rund um Gesundheit, Kauf, Kosten oder Training solltest du den ausführlichen Teil lesen.
Wann brauche ich fachliche Hilfe?
Direkte Antwort: Bei Gesundheitsproblemen, starkem Stress, Angst, Aggression oder Unsicherheit sind Tierarzt, Hundetrainer oder seriöse Beratungsstellen sinnvoll.



