Welpenpflege im Überblick

Ein Hundewelpe ist spielfreudig und, wie ein jedes Kind, achtet auf die Sauberkeit nicht zu sehr. Gerne rennt es über eine Pfütze oder wälzt sich im feuchten Schlamm. Leider verströmen übrigens auch menschliche Exkremente sowie Gülle einen für Hunde offensichtlich unwiderstehlichen Geruch, sodass viele Vierbeiner sich darin ausgiebig wälzen oder sogar den Dreck fressen.

Übrigens, warum sich die Hunde mit einem fremden Geruch „schmücken“, ist nicht genau bekannt. Vielleicht ist es eine Art Tarnung oder suchen die Hunde nach einer Abwechslung in der langweiligen „Aroma-Welt“.

Wie dem auch sei, muss ein Dreckspatz gewaschen werden. Hinweis: Waschen Sie den Welpen entweder mit lauwarmem reinen Wasser oder nehmen Sie ein spezielles, sensibles Hunde-Shampoo (z.B. das hier für 4,49 Euro). Auch Kernseife darf verwendet werden. Ansonsten ist es gar nicht nötig, den Welpen zu baden, vor allem unter Zugabe von Pflegemitteln, denn dadurch trocknet die Haut aus. Außerdem verliert der junge Hund teilweise seinen natürlichen Geruch, was zum einem seine Artgenossen irritiert und zum anderen ihn zu einem weiteren Güllebad verführen kann.

Hund nach Gassi gehen sauber machen

welpenpflege
Bild: © Africa Studio – fotolia.com

Die nach einem Spaziergang bei Schnee oder Regen dreckigen Pfoten können Sie gerne mit lauwarmem Wasser abwaschen. Alternativ wird ein saugstarker Stoff auf den Dielenboden gelegt, an dem der Welpe die Pfoten „abtreten“ kann. Während das Pfotenputzen nach jeder Gassirunde recht aufwendig ist, ist im Winter besondere Vorsicht vonnöten. Das Salz, welches bei Glätte und Schnee gestreut wird, verursacht Juckreiz und Hautentzündungen. Um diese zu vermeiden, sollen die Pfoten gewaschen und danach sanft abgetrocknet werden. Manche Besitzer bearbeiten die Pfotenballen zusätzlich mit einer fetthaltigen Creme. Insofern der Welpe die Creme nicht abschleckt, ist das auch in Ordnung.

Regennasses Fell ist mit einem Frotteetuch sanft abzureiben. Manche Hundehalter fönen ihrer Vierbeiner, viele Hunde genießen es sogar. Halten Sie den Abstand von ca. 20 Zentimetern zum Tier ein, ansonsten ist gegen das Trocknen mit Heißluft nicht viel einzuwenden. Hat der Welpe Angst vor dem lauten Geräusch, können Sie versuchen, ihn nach und nach daran zu gewöhnen. Dafür den Welpen am Haartrockner ausgiebig schnüffeln lassen und kurz auf die niedrigste Stufe einstellen. Streicheln Sie den Welpen dabei und reden Sie ihm gut zu. In der Regel überwindet das Kleine seine anfängliche Angst und wird das Trocknen später lieben. Nur selten sind ängstliche Tiere zu treffen, die sich partout nicht an den Haartrockner gewöhnen können.

Im Unterschied zu einem Baby, braucht ein Welpe im Normalfall kein Popo-Putzen nach dem Lösen, es sei denn, er leidet an Durchfall oder Verstopfung. Es kann in diesem Fall, besonders bei langhaarigen Hunden passieren, dass der Analbereich zu reinigen ist.

Hinweis: Kürzen Sie, soweit möglich, das Fell in dieser Körperregion. Das ist die einfachste Möglichkeit, die Pflege zu erleichtern.

Nach einer Mahlzeit sieht das Leckermäulchen oft nicht gerade supersauber aus. Doch warten Sie etwas mit dem Mundabwischen ab, das können auch die Kleinsten unter den Welpen selbst. Wenn aber das Kleine es doch nicht allein schafft, einfach mit angefeuchtetem Küchenkrepp etwas nachhelfen.

Fellpflege beim Welpen

Fellpflege ist zwar nicht täglich fällig, jedoch müssen auch Welpen gründlich gekämmt und gebürstet werden. Das Welpenfell ist noch fein, es verfilzt leicht. Ein Entfilzer ist daher recht hilfreich, außerdem eine Bürste und ein Kamm. Am Markt ist eine große Anzahl an diesem Zubehör zu finden und das ist angesichts der Rassenvielfalt nicht von ungefähr. Welche Fellpflege Ihr Welpe benötigt, erfahren Sie am besten vom Züchter oder auch in einem Hundesalon.

Krallen müssen nicht zwingen gekürzt werden

Die Krallen müssen in der Regel nicht gekürzt werden, es sei denn, der Welpe bewegt sich fast ausschließlich auf weichem Untergrund (Waldboden, Feldwege). In diesem Fall können Sie ab und an die Krallen mit einer speziellen Krallenzange stutzen. Ansonsten läuft der Hund die Krallen ab.

Welpen Zähne putzen

Hunde mit Zahnbürste
Bild: © ericlefrancais1 – fotolia.com

Zahnpflege ist bereits bei einem Welpen wichtig, denn Zahnstein verursacht chronische Zahnfleischentzündungen, die ihrerseits unter anderem zur Entzündung der inneren Organe (vor allem des Herzens) führen können. Neben den diversen Kausnacks empfiehlt es sich, zumindest einmal täglich dem Welpen Zähne zu putzen. Dazu gibt es im Handel sehr gute „Hundezahnbürsten„. Zwar wird das Kleine von dieser Prozedur zunächst nicht sonderlich begeistert sein, gewöhnt sich jedoch daran, wenn es anschließend ein Leckerchen bekommt und beim Zähneputzen viel gestreichelt wird.

Wir raten Ihnen: Nehmen Sie sich Zeit, um dem Welpen die tägliche Zahnpflege beizubringen, es kann ihm später viel Leid und auch einen viel zu frühen Tod ersparen.

Wichtig: Bitte nur eine nicht-schäumende Hunde-Zahnpasta nehmen! Manche Zahncremes für Hunde schmecken etwas nach Fleisch und es ist kein Problem, wenn das Kleine etwas davon schluckt. Im Unterschied zu uns Menschen, wird der Welpe es nie lernen, seinen Mund bzw. sein Maul nach dem Zähneputzen zu spülen.

Es ist ebenfalls ratsam, jeden Tag mit einem Wattepad, in Fenchel oder Kamillentee getränkt, dem Welpen die Augen zu reinigen. Für diese liebevolle Pflege ist so gut wie jeder Vierbeiner ausgesprochen dankbar.

Im nächsten Abschnitt möchten wir Sie über einige verbreiteten Hundekrankheiten informieren. Es würde den Rahmen des Ratgebers sprengen, wenn wir auf alle Erkrankungen eingehen, daher bleibt es bei einer Auswahl.



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