Was darf ein Welpe essen und was nicht?

Was darf ein Welpe essen?
Bild: © javier brosch – fotolia.com

Insofern Sie Ihren Vierbeiner ausschließlich mit hochwertigem Fertigfutter versorgen, laufen Sie keine Gefahr, ihm etwas Falsches zu verfüttern. Sobald Sie sich jedoch dazu entschließen, zumindest teilweise selbst für den Welpen zu kochen, stellt sich die Frage, was ein Hund eigentlich fressen darf und was nicht? Unsere Liste von erlaubten und verbotenen Lebensmitteln schafft Klarheit.

Erlaubt – das schmeckt und tut dem Welpen gut

Fleisch und Fisch

  • Rindfleisch und Nebenerzeugnisse
  • Lammfleisch und Nebenerzeugnisse
  • Hirschfleisch und Nebenerzeugnisse
  • Geflügel: Huhn, Pute, Ente, auch Straußvogel. Auch Innereien
  • Fisch, darunter Seelachs und Lachs, Forelle und Wels. Keine Scholle, Aal und andere fettreiche Fischarten
  • Ei, am liebsten gekocht, um den Avidin wirkungslos zu machen, denn dieser Stoff bindet den für Haut und Fell wichtiges Vitamin Biotin

Gemüse (nach Relevanz)

  • Kartoffel (nur gekocht, um den gefährlichen Stoff Solanin zu zerstören): Kartoffeln schmecken nicht allen Hunden, manche reagieren darauf mit Durchfall
  • Kohlrabi: Gekocht, püriert oder am Stück
  • Karotten: Roh oder gekocht, unbedingt mit Öl oder einem anderen Fett geben, sonst werden die Karotten weitgehend unverdaut ausgeschieden
  • Gurken: Schmecken nicht allen Hunden, dürfen aber gerieben verfüttert werden. Nicht bei Durchfall verfüttern!
  • Blumenkohl: Nur gekocht oder zumindest blanchiert und nur in Maßen
  • Brokkoli: Wie Blumenkohl
  • Salat: Alle Salatsorten dürfen in kleinen Mengen gegeben werden. Einige Hunde verschmähen sie, andere haben damit kein Problem
  • Spargel: Geschält und gekocht wird meist gerne genommen
  • Zucchini: Vorher unbedingt die Kerne entfernen. Roh oder blanchiert

Obst (Auswahl)

  • Äpfel: Gewaschen und am liebsten geschält, ohne das Kerngehäuse. Als Snack oder püriert bzw. gerieben im Futter
  • Bananen: Geschält, püriert, unter das Futter gemischt oder als Snack
  • Erdbeeren: Püriert, als Mus. Wird nicht von allen Hunden genommen
  • Kiwi: Keine zu harten, aber auch keine überreifen Früchte. Geschält, am Stück oder püriert.

Kräuter (alphabetisch, Auswahl). Alle Kräuter sind nur in geringen Mengen zu verfüttern

Basilikum, Borretsch, Dill, Kamille, Kümmel, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Thymian, Weißdorn.

Bei Kräutern ist generell Vorsicht geboten. Einige Welpen können darauf allergisch reagieren. Andererseits enthalten Kräuter sehr viele Vitamine und Spurenelemente. Probieren Sie aus, was Ihrem Welpen schmeckt und bekommt.

Getreide

  • Nudeln. Schmeckt gut, soll aber nicht zu oft angeboten werden
  • Haferflocken. Eingeweicht mit Wasser. Höchstens einmal wöchentlich
  • Reis, darunter auch Wildreis, Basmati und Quinoa. Nicht jeden Tag, sonst droht Verstopfung

Milchprodukte

  • Quark. Achtung: Eine Quark-Mahlzeit ist eine unsägliche Kleckerei!
  • Hüttenkäse. Kann unter das Dosenfutter gerührt werden
  • Käse. Nur wenig und ausschließlich als Snack.

Milchprodukte sind eine zuverlässige Calcium-Quelle und werden von der absoluten Mehrheit der Vierbeiner sehr gerne gegessen.

Hinweis: Welpen brauchen keine Milch, denn sie entwickeln genauso wie alle Tierkinder eine Laktoseintoleranz, nachdem sie nicht mehr gesäugt werden.

Verboten Nahrung für Welpen – das mag zwar schmecken, ist aber gefährlich

Hoffen Sie nicht, dass ein Hundewelpe beim Futter zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden kann. Leider wird das Kleine gerne auch ein Lebensmittel probieren, was für ihn eine tödliche Gefahr birgt. In der Natur lernen die Wolfswelpen durch die Nachahmung, was sie fressen dürfen und was nicht. Außerdem gibt es in der freien Wildbahn wesentlich weniger Versuchungen und potentiell gefährliche Lebensmittel. Unsere Liste ist lediglich eine Auswahl, enthält jedoch die wichtigsten Nahrungsmittel, welche für den Vierbeiner tabu sind:

  • Alkohol: Es versteht sich von selbst, dass ein Welpe und natürlich auch ein Hund kein Alkohol probieren darf. Auch nicht in geringsten Mengen, auch nicht zum „Spaß“ und wirklich gar kein Alkohol, auch kein Bier. Die Folgen von Alkoholkonsum: Es beginnt – wie bei einem Menschen, nur schneller – mit Koordinationsstörungen und endet schnell mit Atemnot, Krämpfen und Tod.
  • Avocado: Enthält den für die Hunde giftigen Stoff Persin. Herzmuskelschwäche und Atemnot sind mögliche Folgen.
  • Cola: Zu süß, außerdem enthält Methylxanthine. Sogar in kleinen Dosen kann zum Herzversagen führen.
  • Erbsen und Bohnen: Hülsenfrüchte sind für Hunde nicht bekömmlich. Sie führen zu starken Blähungen und schweren Magen-Darm-Verstimmungen.
  • Kerne von Kernobst: Enthalten Blausäure, die zum Kollaps und Koma führen kann.
  • Knoblauch: Sulfide und Sulfoxide verursachen Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit.
  • Rosinen und frische Trauben: Der Verzehr führt zu diversen Magen-Darm-Störungen bis hin zum totalen Nierenversagen.
  • Schokolade und Kakao: Theobromin ist die Substanz, die uns Menschen keine Probleme macht, den Hunden aber schon. Dieser Stoff wird im Körper angereichert und recht bald ist die tödliche Dosis erreicht. Zum Beispiel sind für einen ca. 12 Kilogramm schweren Welpen oder ausgewachsenen Hund 100 Gramm Schokolade tödlich. Am Anfang kommen Erbrechen und Durchfall, es folgen Krämpfe, Lähmungen und Bewusstlosigkeit. Gerade weil Schokolade in einer geringen Dosis scheinbar ungefährlich ist, glauben manche Hundehalter, dass es von diesem Lebensmittel keine Gefahr ausgeht. Doch, Schokolade tötet, wenn auch nur langsam.
  • Schweinefleisch: Rohes Fleisch birgt eine hohe Ansteckungsgefahr mit dem Aujeszky-Virus. Gekochtes Schweinefleisch bekommt einem Hund ebenfalls nicht gut.
  • Süßigkeiten: Nicht einmal dem Menschen tut Zucker in Übermaß gut. Für Hunde umso mehr schädlich und außerdem extrem kalorienreich.
  • Tomaten: In geringen Mengen noch verträglich, sind Tomaten kein passendes Futtermittel für die Hunde. Der darin enthaltene Stoff Solanin kann Krämpfe und Lähmungen verursachen.
  • Wurst: Zum einen wegen dem für Hunde nicht bekömmlichen Schweinefleisch, zum anderen aufgrund von Gewürzen und Konservierungsstoffen ist vor Koch- und Räucherwurst abzuraten. Auch als Leckerchen und in kleinen Mengen ist Wurst nicht empfehlenswert
  • Zwiebel

Weitere interessante Artikel für Hundeliebhaber:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (16 votes, average: 3,63 out of 5)
Loading...