Alternative Behandlungsmethoden beim Hund

Wir haben Ihnen versprochen, einen kurzen Einblick in die Alternativtiermedizin beim Hund zu gewähren. Vor allem drei Bereiche möchten wir nun etwas näher vorstellen:

  1. Naturheilkunde,
  2. Bachblüten und
  3. Schüßler Salze.

Wir betonen, dass diese Information lediglich eine Einführung in die an sich äußerst komplexen Themen darstellt. Übrigens bieten heute solche Behandlungen nicht nur die Heilpraktiker, sondern auch „klassische“ Tierarztpraxen an. Ergänzend dazu empfehlen wir das Buch „Ganzheitliche Schmerztherapie für Hund und Katze„. Das Buch ist zwar nicht günstig, aber für Menschen mit etwas Basisvorwissen sehr zu empfehlen. Alternativ und etwas verständlicher geschrieben ist das Buch „Homöopathie für Hunde: Sanfte Hilfe für Ihren Hund„.

Heilkräuter für Hunde

Für viele Hundehalter heißt es: Weg von den chemischen Präparaten, hin zu altbewährten Heilkräutern. In der Tat helfen bei manchen Problemen Kräuter und Salben zumindest nicht weniger effektiv als viele chemischen Wirkstoffe.

Hilfe bei Ektoparasiten beim Hund

Vor allem gegen die Zecken und den Floh werden gerne folgende pflanzliche Mittel eingesetzt:

  • Kokosöl zum Einschmieren: Duftet angenehm, wehrt Parasiten einigermaßen ab, kann aber zu Ekzemen und Schorfbildung führen.
  • Schwarzkümmelöl: Wird ins Futter oder Wasser tröpchenweise (8-10 Tropfen täglich) gegeben. Vermindert den Zecken- und Flohbefall, wehrt aber die Parasiten nicht vollständig ab. Allergische Reaktionen sind aktuell nicht bekannt. Ausführliche Informationen zu dem Thema finden Sie im Bereich Tipps. Wer das Produkt direkt kaufen will, dem empfehlen wir Schwarzkümmelöl von natrea.de.
  • Knoblauch: Wird ins Futter gegeben. Wehrt zum Teil die Zecken und den Floh ab. Leider enthält Knoblauch den für die Hunde giftigen Wirkstoff Solanin. Insgesamt weniger empfehlenswert.

Alternative Mittel bei Würmern

Als prophylaktische Mittel gegen einen Wurmbefall dienen Kräutermischungen vor allem mit folgenden Zutaten: Wermut, Thymian, Nelke, Petersilie. Diese werden ins Futter gemischt. Zeigt der Welpe keine allergischen Reaktionen, ist gegen diese Behandlung nichts anzuwenden. Bei einem bereits diagnostizierten starken Befall empfiehlt es sich jedoch, auf die Mittel der Schulmedizin zurückzugreifen (siehe Artikel Hundekrankheiten behandeln)

Hilfe bei Entzündungen und Fieber beim Hund

Einige Heilkräuter können, zumindest wenn keine schwere Erkrankung vorliegt, Antibiotika ersetzen und schonen helfen:

  • Augentrost (Euphrasia rostkoviana) ist gut bei der Behandlung von Augenentzündungen. Einen TL getrocknetes Kraut in 50-75 ml Wasser ca. fünf Minuten kochen, weitere fünf Minuten ziehen und durch ein Sieb laufen lassen. Mit der abgekühlten Flüssigkeit mehrfach täglich die Augen des Welpen spülen.
  • Blutwurz (Potentilla tormentilla) hilft bei Darmproblemen sowie bei Zahnfleischentzündungen. Die Wurzel mit kochend heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Die Flüssigkeit soll in einer Flasche aus Braun- oder Violettglas aufbewahrt und kühl gelagert werden. Das Zahnfleisch damit abtupfen oder, im Falle einer Magen-Darm-Verstimmung, ins Futter geben.
  • Schafgarbe (Achillea millefolia) kann zusammen mit Spitzwegerich (Plantago lanccolata) gegen Hautirritationen oder Husten helfen. Die Pflanzen werden mit kochendem Wasser übergossen. Nach zehn Minuten ist die Medizin fertig. Diese Flüssigkeit soll kühl und am besten in einem Violettglas aufbewahrt werden. Auf die betroffenen Stellen tupfen oder/und ins Futter geben.

Freilich ist die Liste der Heilkräuter, die auch unseren Vierbeinern eine wirksame Abhilfe leisten können, bei Weitem nicht erschöpft. Wir haben nur die wichtigsten Anwendungen und bekanntesten Kräuter kurz erwähnen können.

Schüßler Salze für Welpen – eine sanfte Behandlung

Mit diesem Mittel kann sich die Schulmedizin nicht unbedingt anfreunden, die Anhänger halten dagegen, dass die Schüßler Salze eine sanfte Behandlungsmethode darstellen, die gerade bei Welpen sinnvoll ist. Vor allem folgende Salze kommen bei jungen Hunden zum Einsatz:

Bachblüten für Hunde

Diese Therapie wird in erster Linie bei diversen Verhaltensproblemen eingesetzt und soll einem Welpen oder ausgewachsenen Hund schonend helfen. Wir nennen hier nur ein paar Beispiele:

  • Agrimony (Odermenning) bei Unruhe, Unausgeglichenheit
  • Beech (Rotbuche) bei Aggressivität
  • Gentian (Herbstenzian) bei ängstlichen Hunden
  • Pine (Schottische Kiefer) gegen Unsicherheit und Unterwürfigkeit
  • Vine (Weinrebe) bei dominanten Hunden.
Tipp: Starten Sie keine Behandlung auf eigene Faust, nehmen Sie Kontakt zu einem Heilpraktiker auf!

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