Fütterungszeiten – Es muss nicht auf die Minute genau sein

Fütterungszeiten beim Hund
Bild: © javier brosch – fotolia.com

Nach einer langen Nacht hat der Welpe, genauso wie ein Baby oder Kleinkind, Hunger. Doch noch mehr hat er den Bedarf, sich zu lösen. Daher steht als erstes Gassigehen und erst danach die Fütterung an der Tagesordnung. Das Gleiche gilt übrigens auch auch für einen ausgewachsenen Hund.

Morgens bekommt das Kleine eine ordentliche Mahlzeit, danach wird gespielt, danach ausgiebig geschlafen. Später folgen noch weitere, kleinere Fütterungen (wir erklären im nächsten Abschnitt, wie viele), am Abend, nach einer Gassirunde, die letzte Mahlzeit am Tag.

Muss der Tagesablauf immer gleich sein? Eigentlich ist es wünschenswert, denn der Welpe gewöhnt sich schnell an die festen Fütterungszeiten, sodass seine Verdauung dadurch besser funktioniert.

Freilich ist das penible Einhalten des Fütterungsplans weder möglich noch sinnvoll. Abweichungen bis zu einer Stunde sind nicht unbedingt ein Problem, zumal die Wolfswelpen in der freien Wildbahn kaum regelmäßig fressen.

Grundsätzlich raten wir jedoch dazu, Ihren Welpen zu festgelegten Zeiten zu füttern.

Wie oft? Je älter der Hund, desto seltener

Die Beantwortung dieser Frage hängt von dem Endgewicht des ausgewachsenen Hundes ab, jedoch braucht ein Welpe mindestens drei Mahlzeiten pro Tag. Bei Zwergrassen sind ganze vier Mahlzeiten bis zum 6. Lebensmonat zu empfehlen, danach weitere drei Monate drei Mahlzeiten, später nur zwei. Bei mittelgroßen und Riesenrassen sind drei und ab dem Alter von einem Jahr zwei Futtergaben ausreichend. Wir empfehlen, auch ausgewachsene Hunde zweimal pro Tag zu füttern, das hemmt die Fresssucht und ermöglicht eine abwechslungsreichere Ernährung (zum Beispiel morgens Nassfutter und abends Trockenfutter). Siehe hierzu auch unseren Ratgeber zum Thema Nass- und Trockenfutter.

Interessant: Manchmal ist zu hören, dass Hunde keine oder kaum Geschmäcker unterscheiden können. Dem ist es aber nicht so. Eine Hundezunge besitzt etwa 2.000 Geschmacksknospen, eine menschliche – rund 10.000. Offensichtlich können die Hunde zwar nicht so viele feine Geschmacksnoten erkennen, sind jedoch imstande, zwischen süß und sauer, salzig und scharf zu unterscheiden. Besonders fein ist der Geschmackssinn im Hinblick auf Fleisch ausgeprägt.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Wir haben Ihnen empfohlen, Futterreste (Nassfutter) im Kühlschrank aufzubewahren. Es ist dringend zu vermeiden, kaltes Futter dem Welpen zu servieren, denn dies kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Entweder Sie nehmen das Futter mindestens zwei Stunden im Voraus aus dem Kühlschrank oder Sie wärmen es auf. Zu heiß darf freilich das Futter ebenfalls nicht werden, es reicht, auf Zimmertemperatur oder etwas darüber hinaus aufzuwärmen.

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