Fütterungszeiten – Es muss nicht auf die Minute genau sein

Fütterungszeiten beim Hund
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Nach einer langen Nacht hat der Welpe, genauso wie ein Baby oder ein Kleinkind, Hunger. Allerdings ist sein Bedarf, sich zu lösen, mit Sicherheit größer. Daher sollten Sie immer erst Gassi gehen und dann das Frühstück reichen. Das Gleiche gilt übrigens auch auch für einen ausgewachsenen Hund.

Morgens bekommt das Kleine eine ordentliche Mahlzeit, danach wird gespielt, dann ausgiebig geschlafen. Später folgen noch weitere, kleinere Fütterungen, auf die wir gleich eingehen. Am Abend, nach der letzten Gassirunde, wird die letzte Mahlzeit des Tages gegeben.

Muss der Tagesablauf immer gleich sein? Wenn es nur um den Welpen geht, ist es tatsächlich wünschenswert. Welpen gewöhnen sich schnell an feste Fütterungszeiten und ihre Verdauung stellt sich darauf ein.

Das penible Einhalten des Fütterungsplans ist aber nicht zwingend notwendig. Abweichungen bis zu einer Stunde sind nicht unbedingt ein Problem. Wir haben jedoch einen Tipp, wie Sie die Fütterungszeiten und auch die Mengen unkompliziert einhalten können. Mit einem Futterspender kontrollieren Sie die Menge und auch die Zeiten, zu denen das Futter gegeben wird. Dazu kommt ein weiterer Vorteil: Sollten Sie mal nicht zu Hause sein können, erfolgt das Füttern über den Spender auch ohne Ihre Anwesenheit.

Wie oft sollte ich den Welpen füttern?

Grundsätzlich gilt, je älter der Hund, desto weniger wird gefüttert. Ein Welpe braucht mindestens drei Mahlzeiten pro Tag. Bei Zwergrassen sind ganze vier Mahlzeiten bis zum 6. Lebensmonat zu empfehlen. Danach weitere drei Monate drei Mahlzeiten, später nur noch zwei. Bei mittelgroßen und Riesenrassen sind drei und ab dem Alter von einem Jahr zwei Futtergaben ausreichend. Wir empfehlen, auch ausgewachsene Hunde zweimal pro Tag zu füttern. Das hemmt die Fresssucht und ermöglicht eine abwechslungsreichere Ernährung (zum Beispiel morgens Nassfutter und abends Trockenfutter). Siehe hierzu auch unseren Ratgeber zum Thema Nass- und Trockenfutter.

Interessant: Manche behaupten, dass Hunde keine oder kaum Geschmäcker unterscheiden können. Dem ist es aber nicht so. Eine Hundezunge besitzt etwa 2.000 Geschmacksknospen, eine menschliche rund 10.000. Offensichtlich können die Hunde zwar nicht so viele feine Geschmacksnoten erkennen, sind jedoch imstande, zwischen süß und sauer, salzig und scharf zu unterscheiden. Besonders fein ist der Geschmackssinn im Hinblick auf Fleisch ausgeprägt.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Futterreste aus dem Napf dürfen aufgehoben werden. Aber bitte nicht in der Verpackung, sondern seperat. Nassfutter darf im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings sollten Sie dem Welpen nie kaltes Futter geben. Nehmen Sie das Futter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, bevor Sie es geben. Zur Not wärmen Sie es kurz bis Zimmertemperatur auf.

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